Wolfgang Bosbach: Niemand hat die Absicht einen Überwachungsstaat zu errichten. Passend dazu ein Artikel auf heise. Lesenswert, aber nicht gleich Frau Leutheusser-Schnarrenberger nen Liebesbrief schreiben. Die war damals ja gegen den Richtervorbehalt für Auskunftsansprüche bei Urheberrechtsverletzungen.
Read MoreWar ja eigentlich nur ne Frage der Zeit, bis die ersten Zeitungen in der USA das Thema Computerspiele mit der Schießerei an der Virginia Tech University in Verbindung bringen würden. Hier die Washington Post (Hervorhebung von uns):
Several Korean youths who knew Cho Seung Hui from his high school days said he was a fan of violent video games, particularly Counterstrike, a hugely popular online game published by Microsoft, in which players join terrorism or counterterrorism groups and try to shoot each other using all types of guns.
Microsoft, soso.
Read MoreDa tut sich doch was: heise.de berichtet über den Unsinn der Verbote. Der Tenor:
Statt die so genannten “Killerspiele” zu verbieten, müssten Eltern genauer hinsehen, was ihre Kinder spielen und mit ihnen dann über die Inhalte reden.
Auch Ursula von der Leyen, welche ja vor kurzem durch ihren Vorstoß “gewaltbeherrschte Medien” für Kinder komplett zu verbieten (ernsthaft, wer den Entwurf verstanden hat, bitte ein Kommentar hinterlassen, ich verstehe bis heute nicht, was sie genau damit gemeint hat), Schlagzeilen gemacht hat, hat sich schon für sinnvolleres eingesetzt. Zum Beispiel die Initiative SCHAU HIN!. Die gibt Eltern, Kindern und Lehrern Mittel an die Hand, wie mit den neuen Medien umgegangen werden kann.
Read More“Es geht immer ums Töten, je brutaler, je realistischer, umso besser. Computerspiele und vorallem sog. Killerspiele gehören inzwischen zum normalen Freizeitprogramm von Jugendlichen. Die Wirkung dieser Spiele ist umstritten. Die meisten Spieler behaupten wenn man da jemanden abknallt, zersägt oder vergewaltigt, hätte dies ja nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Wer diese brutalen Killerspiele allerdings das erste mal sieht, fragt sich schon, warum sowas eigentlich nicht verboten ist.”
So beginnt der Panorama Artikel der vor kurzem von der ARD ausgestrahlt wurde. Wieviel in diesem Artikel verzerrt, bewußt verfälscht und als Werbeplattform für eine Agenda mißbraucht wurde, lässt sich kaum beschreiben. Beckstein und Schuenemann dürfen mal wieder zu Wort kommen, jedoch kein Wort über die funktionierende Koregulierung des Jugenschutzes durch Staat und Industrie.
Also nochmal für Beckstein und Konsorten:
- Auch verbotene Spiele können heruntergeladen werden
- Auch verbotene Spiele können auf dem Schulhof getauscht werden
- Auch können harmlose Spiele mit bösen Nazi Insignien verändert (gemoddet) werden
- Auch verbotene Spiele werden nicht von Eltern plötzlich auf Juniors Rechner entdeckt
- Auch verbotene Spiele verschwinden nicht einfach so aus Deutschland
Wer diese Realität nicht erkennt oder erkennen will, hat es nicht verstanden. Und auf die Frage was man ändern kann, damit Kinder sowas nicht mehr spielen: Die Eltern. Wer seine Kinder unbeaufsichtigt vor den PC parkt um Ruhe zu haben oder sich einen feuchten Dreck dafür interessiert was der Nachwuchs spielt, sollte verantwortlich gemacht werden. Ist natürlich unbequem, aber wer hat erwartet das Populisten wie Beckstein sowas dem Wahlvolk verkaufen werden? Da ist es einfacher einen Sündenbock zu finden, das hat schon immer funktioniert.
Den Panorama Artikel gibt es nach dem Sprung.
Read MoreUnglaublich, da spricht sich Klaus-Heiner Lehne (CDU) für die radikale Kriminalisierung von kleinsten Urheberrechtsverletzung aus und auf seiner Seite verwendet er Icons von Apple Programmen. Da steht er mit Parteikollegen und Populisten Uwe Schuenemann doch ganz gut da. Ob er den Bertolt Brecht Text auf seiner Seite* wohl korrekt lizenziert hat?
(via EFF)
*Anno 1996 Frameseite
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