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Freiheit

Yeah! Es gibt Momente, da kann man sich einfach nur vor Hochachtung verneigen. Bei Mappus Schultour in Stuttgart wollte ein Schüler nicht mitmachen und zitierte Benjamin Franklin (klick für Vollbild) :

Auf dem Zettel steht:

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

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Endlich. Endlich. Ein Flashmob in Stuttgart und wir wissen vorher Bescheid :) Ok kurz vorher. Aber lang genug…

Wie aus der Facebook-Gruppe: GLOBAL PILLOW FIGHT Stuttgart und ihrer Vater-Gruppe International Pillow Fight Day!!! zu erfahren war, findet am Samstag, 4. April 2009, um 16:00 – 16:30 Uhr ein Flashmob in Stuttgart statt. Diesmal geht es darum sich unbemerkt am Schlossplatz unters Volk zu mischen und auf Signalpfiff eine riesige Kissenschlacht zu beginnen.

Zur Motivatin habe ich hier mal ein Video von einer ähnlichen Aktion in Wilhelmshaven herausgekramt:

Je mehr Leute es sind, desto cooler wird das Ganze. Also nix wie hin und mitmachen!

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Nochmal was zu Winnenden. Hanno’s Blog fasst die Berichterstattung der Medien zusammen. Auszug:

Unsere Redaktion hat in der Zwischenzeit mit Hilfe ihres Recherchewerkzeuges “Google” weitere exklusive Informationen über den Täter auf sogenannten “Websites” in einem “Internet” gefunden. Hier sein Profil aus einem sogenannten “sozialen Netzwerk”. Hier die Profile seiner Opfer. Hier die Profile seiner Freunde, die unsere Redaktion nach der Sendung aufsuchen will. Hier Blog-Beiträge und Forenkommentare des Täters, aus denen unser andere seriös erscheinende Experte nun für Sie live zwischen den Zeilen interpretieren wird.

link (via fefe)

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… hat die Buchindustrie. Sie scheint gerade die Fehler der Musik- und Filmindustrie wiederholen zu wollen:

“Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen und die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen”

– Alexander Skipis Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf heise.de

Vllt. könnte man dem Kunden auch einfach interessante Angebote machen, über attraktive Abodienste/Plattformen nachdenken die Raubkopieren uninteressant machen (siehe iTunes). Oder einfach die Fehler wiederholen. Daher good luck and have fun :)

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“Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können”
… und sprach sich für ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen …

– Hans-Dieter Schwind, Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung in SpOn

“Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counter-Strike gefunden.”

– Polizeisprecher Klaus Hinderer, ebenfalls SpOn

“Nicht jeder Nutzer macht einen Amoklauf, aber ein hoher Anteil unter den Amokläufern hat Killerspiele genutzt”, so Beckstein zu SPIEGEL ONLINE: “Da sollten wir nachbohren.”

– Beckstein in SpOn

haftbar empfiehlt Bildung

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Zunehmende Schwierigkeiten habe er damit, dass ein Terrorist den gleichen Schutz des Grundgesetzes genießen solle wie jeder Bürger.

Sueddeutsche.de zitiert ein Kommentar von Dr. Wolfgang Schäuble

Einfach mal Terrorist gegen Jude oder Homosexueller tauschen und den Satz nochmal lesen. Schon bewegen wir uns eine Zeit zurück, die wir nie wieder haben wollten.

Ich bin der Überzeugung: Wer sich nicht sicher ist ob die Grundrechte für alle Menschen sind, für den ist kein Platz in einer demokratischen Gesellschaft und noch weniger in der Regierung eines demokratischen Staates.

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Heute mal ein wenig anderer Zitatomat. Frau Zypries verneint die Nutzung der Vorratsdaten für zivilrechtliche Ansprüche:

Verbindungsdaten dienen der Strafverfolgung, insbesondere der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität, aber nicht der Befriedigung zivilrechtlicher Ansprüche der Musikindustrie” [...] “Wenn wir anfangen, das zu erweitern, verliert der Staat an Glaubwürdigkeit.”

Ich wage mal zu vermuten das sie spätestens in 3 Monaten umkippt.

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Schönes 1984 2008.

via fefes Blog

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Innenminister Schäuble in der Tagesschau vom 1. Dezember 2007 (bis 1:40 vorspulen):

Diejenigen, die sagen, Guantanamo ist nicht die richtige Lösung, müssen bereit sein, darüber nachzudenken was die bessere Lösung ist. Denn allein mit der Kritik ist kein Problem gelöst.

Ich frag mich immer wieder wie der Schäuble sich selbst noch toppen will. Viel Raum bleibt da ja nicht mehr.

via

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Wer öfter mal haftbar gelesen hat, kennt sicher meine ablehnende Haltung zu der ganzen “Killerspiele”-Debatte. Kurz umrissen geht es um die Frage ob Computerspiele welche Gewalt thematisieren für Jugendliche und Erwachsene noch zugänglich sein sollten oder der Staat hier zur Zensur greifen sollte. Die Befürworter einer Zensur gehen von einem kausalen Zusammenhang zwischen “gespielter Gewalt” und “realer Gewalt” aus. Wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse, welche einen Beleg zwischen Computerspielen und realer Gewalt herstellen könnten existieren so gut wie nicht, Einigkeit in der Wissenschaft herrscht allenfalls darüber das es noch keine ausreichenden Grundlage für solch eine Behauptung gibt.

Wie jedes neue Medium müssen sich Computerspiele eben auch die Vorurteile der Generation davor gefallen lassen. Auch das Radio und das Fernsehen hatten damit zu kämpfen. Hier wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt, dass das “ältere” Medium Fernsehen vermittelnd zwischen den Generation eingreift. Leider hat sich die ARD in den letzten Monaten nicht mit Ruhm bekleckert und eine Reihe unausgegorener Beiträge produziert.

Folgender Beitrag von stigma-videospiele zeigt wie einseitig und sensationsgierig die Aufarbeitung des Themas von statten ging.

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via viavia

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Dr. Wiefelspütz (SPD) auf abgeordnetenwatch.de

… es wird im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung niemals, ich wiederhole niemals, zu einem Zugriff der Musik- und Filmindustrie auf diese Daten geben. Wer erfindet solchen Schwachsinn? Die Vorratsdatenspeicherung dient der Strafverfolgung. Zugriff wird es nur im Einzelfall mit richterlicher Erlaubnis geben. Die Vorratsdatenspeicherung ist nicht dazu da, das Konsumverhalten von Bürgern auszuforschen.

Das wollen wir doch mal sehen.

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… hat die Politik durchgehalten, nun ist sie wie angekündigt da: Die Forderung ab 2008 doch die Daten der Vorratsdatenspeicherung auch bei der Aufklärung von Urheberrechtsverletzungen zu verwenden.

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Heute in Stuttgart entdeckt.

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… kommt von Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD). Auf die Frage nach Sinn und Zweck der Vorratsdatenspeicherung:

… Vorratsdatenspeicherung hat mit Terrorismusbekämpfung relativ wenig zu tun. Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe.

Wir können schon mal die Eieruhr stellen. In den nächsten Monaten kommen Unmengen von Anfragen, doch diese Vorratsdaten jetzt auch sinnvoll für andere Zwecke zu Nutzen. Da bin ich mir sicher.

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Es gibt auch mal gute Meldungen: In den Niederlanden, dem Heimatland der Nedap-Wahlcomputer, wurde den Maschinen die Zulassung als Wahlmaschine entzogen.

Mal sehen wie lange es in Deutschland noch dauert bis die Wahlmaschinen hier verboten werden, wenn überhaupt…

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Der Bruder eines Freundes der haftbar-Autoren musste vor kurzem miterleben, was es heißt im europäischen Ausland wegen eines einfachen Vergehens (Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit) mit der Polizei in Konflikt zu geraten. So geschehen in Stettin in Polen. Nach der Festnahme und Befragung vor Ort auf Polnisch:

Polizist A sprüht Markus B. mehrfach Reizgas ins Gesicht. Zwischen den Sprühattacken, Befragung auf Polnisch. Markus B. wird auf den Rücksitz des Polizeifahrzeuges gesetzt. Der hintere Fahrgastbereich des Skoda Octavia ist eine Gefängniszelle aus hartem Plastikmaterialien. Die Polizisten fahren zu einer abgelegenen Stelle an der Oder. Durch ein Loch in der Plastikwand zwischen der Fahrgastzelle und der Gefängniszelle sprüht Polizist A während der Fahrt mehrfach Reizgas auf Markus B.
Auf einem einsamen Platz in der Nähe des Flusses öffnet Polizist A die Tür des hinteren Fahrgastbereiches. Markus B. ist immer noch hinter dem Rücken gefesselt. Mit Faustschlägen zum Gesicht wird Markus B. brutal bewusstlos geschlagen.
Im Krankenhaus wird Markus B. in der Notaufnahme behandelt. Er steht unter Schock, die Nase ist bereits mehrfach gebrochen. Noch während der Behandlung erscheinen zwei Polizisten (C, D) im Krankenhaus. Markus B. hat panische Angst, da er fürchtet von der Polizei weiter misshandelt zu werden. Er fleht die Ärztin an ihm zu helfen und die erneute Verhaftung zu verhindern. Die Ärtzin ist jedoch angesichts der Staatsgewalt machtlos.
Polizist C und D fesseln Markus B. erneut mit Handschellen hinter dem Rücken und führen ihn erneut ab. Er wird in ein Polizeifahrzeug gesetzt. Die Polizisten A und B, die ihn bereits zuvor misshandelt haben, kommen hinzu. Polizist A öffnet die Tür des hinteren Fahrgastbereiches und schlägt sofort mit seiner Faust mehrfach in das Gesicht von Markus B.. Die Frisch genähten Wunden platzen erneut auf. Das Nasenbein bricht ein weiteres Mal.

Unfassbar.

link mit weiteren Details und Bildern des Misshandelten.

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Es gibt da ein Land X. In diesem Land fordert ein Teil der Exekutive, man sollte die Internetprovider dazu verpflichten, zu verhindern, dass die Menschen in diesem Land X Worte in Suchmaschinen eingeben oder danach suchen. Dies diene dem Allgemeinwohl und der Sicherheit der Bewohner des Landes. Zwei Zitate:

“I do intend to carry out a clear exploring exercise with the private sector … on how it is possible to use technology to prevent people from using or searching dangerous words like bomb, kill, genocide or terrorism,”
“Frankly speaking, instructing people to make a bomb has nothing to do with the freedom of expression, or the freedom of informing people.”

Welches Land war das wohl:

  • Die Europäische Union mit ihrem Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit Frattini
  • Der Iran mit ihrem Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad
  • China mit ihrem Präsident Hu Jintao

Die Auflösung welches Land mit X gemeint ist und wer das gesagt hat gibts bei heise oder bei Reuters. Bitte nicht weinen.

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Wenn dieser Artikel stimmt, dann hat bei Arcor gerade ein Manager sein Gehirn die Toilette runtergespült. Scheinbar wurden ” … sex.com, youporn.com oder privatamateure.com” gesperrt. Der Grund? Scheinbar ist ein Mitbewerber im Erotikmarkt schlecht auf diese Angebote zu sprechen, da hier eine Altersverfikation fehlt. Nur so zu Information und IANAL, aber im neuen Telemediengesetz (wie auch schon im alten Teledienstegesetz) steht:

Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie in einem Kommunikationsnetz übermitteln oder zu denen sie den Zugang zur Nutzung vermitteln, nicht verantwortlich, sofern sie
1. die Übermittlung nicht veranlasst,
2. den Adressaten der übermittelten Informationen nicht ausgewählt und
3. die übermittelten Informationen nicht ausgewählt oder verändert haben.

Ein kurzer Test an einem Arcor DSL Anschluß zeigt, die Seiten sind tatsächlich nicht erreichbar… unglaublich.

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Heute: Beckstein zum Thema “Killerspiele”

Es reicht aus meiner Sicht nicht aus zu einer Indizierung zu kommen, wir brauchen ein gesetzliches Verbot, weil man nur dann die Möglichkeit hat es auch letztlich aus dem Internet herauszubringen.

Tagesschau 11.Mai.2007

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Mehr Infos was genau der Schäuble-Katalog beinhaltet gibts bei der taz.

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