Misshandlung durch die Polizei in Polen
Der Bruder eines Freundes der haftbar-Autoren musste vor kurzem miterleben, was es heißt im europäischen Ausland wegen eines einfachen Vergehens (Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit) mit der Polizei in Konflikt zu geraten. So geschehen in Stettin in Polen. Nach der Festnahme und Befragung vor Ort auf Polnisch:
Polizist A sprüht Markus B. mehrfach Reizgas ins Gesicht. Zwischen den Sprühattacken, Befragung auf Polnisch. Markus B. wird auf den Rücksitz des Polizeifahrzeuges gesetzt. Der hintere Fahrgastbereich des Skoda Octavia ist eine Gefängniszelle aus hartem Plastikmaterialien. Die Polizisten fahren zu einer abgelegenen Stelle an der Oder. Durch ein Loch in der Plastikwand zwischen der Fahrgastzelle und der Gefängniszelle sprüht Polizist A während der Fahrt mehrfach Reizgas auf Markus B.
Auf einem einsamen Platz in der Nähe des Flusses öffnet Polizist A die Tür des hinteren Fahrgastbereiches. Markus B. ist immer noch hinter dem Rücken gefesselt. Mit Faustschlägen zum Gesicht wird Markus B. brutal bewusstlos geschlagen.
Im Krankenhaus wird Markus B. in der Notaufnahme behandelt. Er steht unter Schock, die Nase ist bereits mehrfach gebrochen. Noch während der Behandlung erscheinen zwei Polizisten (C, D) im Krankenhaus. Markus B. hat panische Angst, da er fürchtet von der Polizei weiter misshandelt zu werden. Er fleht die Ärztin an ihm zu helfen und die erneute Verhaftung zu verhindern. Die Ärtzin ist jedoch angesichts der Staatsgewalt machtlos.
Polizist C und D fesseln Markus B. erneut mit Handschellen hinter dem Rücken und führen ihn erneut ab. Er wird in ein Polizeifahrzeug gesetzt. Die Polizisten A und B, die ihn bereits zuvor misshandelt haben, kommen hinzu. Polizist A öffnet die Tür des hinteren Fahrgastbereiches und schlägt sofort mit seiner Faust mehrfach in das Gesicht von Markus B.. Die Frisch genähten Wunden platzen erneut auf. Das Nasenbein bricht ein weiteres Mal.
Unfassbar.
link mit weiteren Details und Bildern des Misshandelten.
Hallo!
Mein Name ist Michael, stamme aus Buchholz/Nordheide bei Hamburg. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren wurde ich in Graz in einer Klinik misshandelt und leide bis heute unter den traumatischen Erinnerungen. Zudem muss ich operiert werden, habe Schmerzen und kann das Land aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen nicht aus eigener Kraft verlassen. Deutsche Botschaft in Wien und Auswärtiges Amt haben bis heute jede Hilfe verweigert. Falls mir jemand mit einem Rechtsanwalt oder Journalisten helfen könnte, wäre ich sehr dankbar. Nähere Informationen stehen in meinem Bericht: http://www.graz.coolix.com
Vielen Dank, Michael